Romy Mlinzk: Gute Organisation ist beim Fotografieren auf Reisen das A und O

Möchte man mit professionellem Anspruch fotografieren, so häuft sich schnell einiges an Technik an. Neben einer guten Spiegelreflexkamera sind ein Weitwinkelobjektiv sowie 1-2 Festbrennweiten immer von Vorteil. Ob ein Teleobjektiv notwendig ist, hängt auch immer davon ab, was man genau fotografieren will. So reicht mir bei Sightseeing- und Landschaftsfotos meist ein Zoomweitwinkelobjektiv von 28-85 mm (f3.5-4.5). Hat man sich aber auf Tierfotografie spezialisiert, wäre ein Teleobjektiv durchaus von Nutzen. Dies kann aber sehr schnell ins Geld gehen, wenn man auch noch gerne abends und nachts fotografiert und sich Objektive mit mindestens einer Blende 2.8 oder besser anschaffen möchte.

Romys Reisefotoausrüstung

Romys Reisefotoausrüstung

Equipment

Meine Ausstattung für meine Nikon D700 beläuft sich zur Zeit meist auf das oben erwähnte Zoomobjektiv (28-85 mm, f3.5-4.5) sowie ein altes Teleobjektiv (80-200 mm, f2.8) mit Schiebemechanismus – den ich über alles liebe und nicht missen möchte – sowie eine Festbrennweite von 50 mm (f1.4), ab und zu noch eins mit 85 mm (f1.8).

Nützliches Fotozubehör

Nützliches Fotozubehör

Darüber hinaus habe ich mir noch einen Original Ersatzakku von Nikon gegönnt, habe den Schnelllader für die Akkus immer dabei sowie mindestens zwei Speicherkarten (CF-Karten für die D700) sowie ein USB-Lesegerät, um die Fotos bequem auf den Rechner zu überspielen.Dies alles verstaue ich in einem Fotorucksack, der noch etwas Platz für die restliche Technik – Laptop, Kabel, Festplatte – bietet.

Die Auswahl für den richtigen Rucksack ist dabei für jeden Fotografen wahrlich nicht die Einfachste. Bis man da das Optimum für sich gefunden hat, sollte man mal einige Taschen/Rucksäcke ausprobieren – manche Läden einfach mal mit dem gesamten Equipment aufsuchen, welches man auf Reisen mitnehmen möchte und austesten, ob alles passt.

Romys Fotorucksack

Romys Fotorucksack

Die meisten Läden sind sehr kulant und bieten gute Beratung. Aber auch da sei gewarnt, dass man dabei viel Geld lassen kann, wenn man möchte. Auch die oben schon erwähnte restliche Technik ist bei mir gut sortiert und verstaut, damit ich schnell an ein Ladekabel komme und dies im besten Falle kein Kabelbruch auf dem Reiseweg erlitten hat oder gar noch zig andere Kabel hinter sich her zieht.Darum habe ich mir mal eine kleine, aber feste Aufbewahrungsbox gekauft, in der problemlos alles seinen Platz findet.

Alles griffbereit und aufgeräumt für unterwegs

Alles griffbereit und aufgeräumt für unterwegs

Für unterwegs habe ich daher neben dem Fotoequipment auch immer alles für den Laptop und das Smartphone parat: Ladekabel, Stecker für diverse Anschlüsse, mobile Strompacks (falls keine Steckdosen greifbar sind – das kann beim Reisen schon häufiger der Fall sein), eine Festplatte, Ersatzkopfhörer (in-ears) und ein kleines Microfaserputztuch, welches sich für Monitore und Objektive eignet. Gehe ich auf Konferenzen und BarCamps, dann ist zumeist noch ein VGA-Adapter für Beamer enthalten und für mein MacBook Air ist es immer sinnvoll auch den LAN-Adapter dabei zu haben. Oftmals bieten Hotels weltweit ein stabiles LAN an, während das WLAN nicht in alle Ecken reicht oder nur im Lobbybereich zur Verfügung steht. So kann ich mit dem Laptop auch auf dem Zimmer arbeiten.

Arbeitsweise

Dabei sichere ich die Fotos einmal auf dem Rechner und auch noch mal auf der Festplatte, die ich dabei habe – meist durch ein komplettes Backup meines Rechners. Zu Hause habe ich noch einmal eine Festplatte nur für Fotos und eine zweite Backup-Festplatte. Die Arbeitsschritte sind dabei immer die gleichen – ob im Hotel oder zu Hause – erst die Karte mit den Fotos auf dem Rechner sichern, dann ein Backup auf der Festplatte machen, Akkus aufladen, die Fotos bearbeiten und anschließend die Karte formatieren. Zu Hause sichere ich dann die Fotos noch einmal extra auf meiner Fotofestplatte.

Aber: Nicht nur über Reisen bloggen ist Arbeit, auch das Photo Editing kann durchaus viel Zeit einnehmen. Was früher die Fotoentwicklung im Labor war, sollte heute die Zeit am Computer sein. Reichen für ein schnell geteiltes Bild durchaus auch mal Smartphone und diverse Fotoapps (siehe unten), so ist es bei Spiegelreflexkamerafotos besser, wenn man sich professionellere Tools einmal genauer ansieht.

Dabei muss es nicht Photoshop sein! 

Adobe hat durchaus ein reines Fototool zu erschwinglichen Preisen (je nach Aktion 75-130 Euro) namens Lightroom auf dem Markt, mit dem ich persönlich alle meine DSLR-Bilder bearbeite. Das ist relativ einfach zu bedienen und Adobe bietet tolle Tutorials in Youtube an! Wer mag, kann anschließend auch mit den Uploader-Plugins die Fotos zu 500px, Behance, Facebook oder Flickr, etc. teilen und somit ein größeres Publikum erreichen. Aber auch kostenlose Tools bieten viele tolle Funktionen, z.B. Picasa oder das Fototool in Google+. Es lohnt sich also, auch diese einmal in Augenschein zu nehmen.

Viele Travel Photographer laden übrigens ihre professionellen Fotos über das Smartphone zu Instagram, da sie damit dort meist eine große Reichweite erzielen und die Fotos automatisch auch in hinterlegte Portale wie Facebook, Twitter, foursquare, Flickr oder Tumblr teilen können. Vor allem mit der Tiefenintegration in Facebook kann man so schnell Inhalte für das eigene Profil oder die eigenen Facebookseite erzielen – und (schöne) Fotos erzielen bei Fans immer eine höhere Interaktion als ein reiner Text oder ein Link zu einem Blogpost oder Fotoalbum.

Aber auch wenn man „nur“ schnell mal einen Schnappschuss auf Instagram teilen möchte, gibt es viele, wunderbare Tools, mit denen man Smartphonefotos aufpeppen kann. So hilft es oft, wenn man mit Instagram die Horizontlinie begradigt, so dass das Wasser nicht perspektivisch links oder rechts aus dem Bild raus fließt oder ein Haus umzukippen droht. Auch bin ich mittlerweile ein großer Verfechter des Nichtverwendens von Filtern – außer schwarz/weiß verwende ich allerhöchstens den Kontrastbutton. Wenn unbedingt nötig, peppe ich das Foto kurz vorher in der Photoshop Express App auf. Vor Kurzem habe ich dazu ausführlicher in meinem Blog einen Beitrag geschrieben.

Sharing is Caring

Noch ein Hinweis in eigener Sache: benutzt Creative Commons-Lizenzen! Als nichtprofessioneller Fotograf sind Reisefotos immer noch ein Hobby. Aber wenn sie gut sind, dann werden sie weitergegeben und andere Blogger benötigen vielleicht gerade Dein Bild für ihren Blogpost! Mit einer CC-Lizenz hilfst Du anderen Bloggern und bist Du nicht auch schon mal auf der Suche nach einem bestimmten Motiv für Deinen Blogpost gewesen und hast Dich bei Flickr & Co. bedient? Sharing is caring.

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Über die Autorin

 

Romy Mlinzk

Romy Mlinzk

Die geborene Leipzigerin und Wahlhamburgerin Romy Mlinzk – besser bekannt als “snoopsmaus” – ist Blogger und arbeitet als Social-Media-Spezialist noch bis Ende des Jahres für einen Versicherungskonzern. Dann zieht es sie der Liebe wegen ins Ruhrgebiet. Zu Social Media kam sie über Zufälle neben ihrem Chemiestudium in Gießen. Ende 2009 entschied sie sich endgültig für den Weg in die Kommunikationsbranche. Als “Ossi” weiß sie, was es heißt, nicht reisen zu können und nutzt nun jede sich bietende Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen.

Blog: snoopsmaus.de
Facebook Fanpage: facebook.com/snoopsmaus
Twitter: @snoopsmaus
Flickr: flickr.com/photos/snoopsmaus/
Romy findet ihr auch bei Google+”.

Bildcredits: © INDEED Photography (Simon Bierwald)

About fluggast

fluggast Unsere Fluggäste im tripsta Blog sind Reise- und Techblogger sowie Reisebegeisterte, die hier als Gastautoren zum Thema "Digitales Reisen" bloggen. Wir sind jederzeit auf der Suche nach weiteren Gastautoren. Bei Interesse könnt ihr euch gerne bei Christina (blog (at) tripsta.de) melden.

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2 Comments

  1. Klaus says:

    Ich kann mir nicht helfen ich finde des Artikel einfach Schlecht. Da steht nichts Interessantes drin es werden nur belanglose und zum Teil falsche Informationen aneinandergereit. Wenn man dann noch die letzten Artikel des Gastautor liest habe ich inzwischen das Gefühl das es hier einfach nur um Präsenz im Netz geht. Das ganze dann noch mit entsprechenden Links auf die eigene Seite um den eigenen Namen “aufzuwerten”.

    Es wäre schön wenn man hier vielleicht etwas mehr Augenmerk auf die Auswahl der Gastautoren legt. Denn bei dieser Autorin kann ich keine Linien erkennen Hauptsache der Name tauch unter einem Blogpost auf und das wars.

  2. Romy Mlinzk says:

    Hallo,

    Wo sind Fehler enthalten?
    Meinen Sie das Wort Blende für Lichtstärke des Objektivs?
    Das ist zumindest in Hamburg bei mir bekannten Profifotografen die gängige Bezeichnung.
    Dies soll auch kein Fachbeitrag sein zum Thema Fotografie, dazu kann ich nur Fachforen oder Fotomagazine empfehlen.
    Ich wurde gebeten, einen persönlichen Blogpost zu schreiben, wie ich meine Reisen und den ganzen Aufwand rund um Fotos zu schreiben. Auch wurde ich um die Angabe meiner Kanäle gebeten. Sie kennen mich gar nicht persönlich und scheinen an Blogs die Erwartung eines Hochglanzfotomagazins zu haben. Da ich kein Journalist bin, blogge ich aus meiner persönlichen und somit sehr subjektiven Sichtweise. Mit der müssen Sie nicht einverstanden sein. Doch jemanden niederschreiben, den Sie nicht kennen, dazu noch nicht mal hinter Ihrer Meinung mit Ihrem vollständigen Namen stehen können – das ist niveaulos.

    Beste Grüße,
    Romy Mlinzk

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