Blogging on the road

Ich reise, also blogge ich. Dieses Grundverständnis gehört wohl zu jedem Reiseblogger. Selbst wenn ich „privat“ mit der Familie unterwegs bin und mir nichts für meinen Blog vorgenommen habe, finde ich oft eine Geschichte, die unbedingt geteilt werden muss. Aber seit ich als Reisebloggerin unterwegs bin, gehe ich ohnehin viel geplanter an meine Reisen heran, gerade weil ja Geschichten für meinen Blog herauskommen sollen. Und zumindest mir reicht es nicht, hinterher auf dem Blog meine Erlebnisse zu teilen, ich möchte meine Leser, Follower, Fans live auf Reisen mitnehmen. Das führt dann dazu, dass ich auf jeder Reise immer „on“ bin – es wird getwittert, gefacebookt, etc. was das Zeug hält. Das bedarf aber ein paar kleiner (technischer) Helferlein:

Internetzugang auf Reisen

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ANovatel_Mifi_UMTS.jpg

Im Inland habe ich meine großzügige Mobil-Flatrate, die mich Inhalte teilen lässt. Im Ausland nutze ich einen kleinen mobilen WLAN-Access Point, um online zu bleiben. In das kleine Gerät, das auch MIFI genannt wird, kommt eine günstige Prepaid-SIM-Karte, über die mehrere Geräte Zugang zum Internet haben können – genau wie beim Router zuhause.

Ob im Inland oder im Ausland, auch eine Wifi-Antenne ermöglicht günstigen Zugang zum Internet. Sie verstärkt vorhandene WLAN-Signale und kann daher auch noch in größerer Entfernung nutzbare offene Netze finden. MIFI und Wifi-Antenne findet ihr recht günstig im Internet. Je nach Ausstattung und Anbieter zahlt ihr zwischen 20 und 50 Euro pro Gadget. Natürlich könnt ihr auch ohne Helferlein auf die Suche nach freien WLANs gehen. Meine heißen Tipps sind Bibliotheken und Fast Food Ketten.

Von unterwegs bloggen

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WordPress App Tablet

Bei einem Wochenendtrip genügt es, wenn die Blogbeiträge im Anschluss entstehen. Doch angenommen, ich bin sechs Monate unterwegs, dann sollte ich schon während der Reise Beiträge veröffentlichen. Sonst sammelt sich zu viel an und die Hälfte ist vielleicht schon vergessen, bevor ich zum Bloggen komme. Mein Blog läuft auf WordPress. Dafür gibt’s fürs Tablet eine App, die sehr gut läuft. Auch für Tumblr und Blogger gibt es vergleichbare Apps. Eine kleine externe Tastatur erleichtert das Schreiben der Beiträge zusätzlich.

Bildbearbeitung und -sicherung von unterwegs

Wenn ich nur mit Smartphone und Tablet unterwegs bin ist die Bildbearbeitung nur eingeschränkt möglich, obwohl mein Smartphone schon einige Bearbeitungsmöglichkeiten standardmäßig dabei hat. Für kleinere Farbkorrekturen und Zuschnitte ist das meist auch ausreichend. Ansonsten nutze ich neben Instagram noch Pixlr-O-Matic als App. Für ambitionierte Geschichten wäre wohl die Photoshop-App ein guter Tipp, die ich aber noch nicht getestet habe. Bei längeren Reisen bietet es sich je nach Vorlieben an, einen leichten Laptop bzw. ein Netbook mit den entsprechenden Programmen mitzunehmen. Wer keine schweren Programme auf dem eigenen Gerät laufen lassen möchte oder in Internetcafés keinen Rechner mit entsprechender Ausstattung findet, kann auch auf Cloud Dienste zugreifen. Von Adobe gibt es inzwischen alle Programme auch in der (monatlich abonnierbaren) CreativeCloud. Wesentlich günstiger, weil kostenlos, ist Pixlr.com.

Screenshot_pixlr

Pixlr

Fast noch wichtiger als die Bildbearbeitung ist für mich aber die Bildsicherung. Schließlich möchte ich am Ende einer Reise auch anderen meine Bilder zeigen. Bei meinem Smartphone ist die Bildsicherung sehr einfach: Sobald es WLAN gefunden hat, werden die Bilder in der Dropbox synchronisiert. Für meine Digitalkamera habe ich mehrere SD-Karten mit ausreichend Speicherplatz dabei. Trotzdem sichere ich die Bilder gern zusätzlich auf weiteren Medien, z. B. auf CDs, die ich dann per Post nach Hause schicke oder auch wieder über Cloud-Dienste bzw. meinen Flickr-Account.

Leser finden

Mir macht das Schreiben und Fotografieren über meine Reisen unglaublich viel Spaß. Aber natürlich freue ich mich als Bloggerin, wenn meine Beiträge gelesen und geteilt werden. Mein Tipp: Die offizielle Tourismusbehörde vor Ort ansprechen bzw. anschreiben. Diese kann nicht nur Tipps zur Reise geben, sondern auch Berichte über ihre Social Media Kanäle weiterverbreiten. Dadurch entdecken oftmals neue Leser das Blog. (siehe Tourismusbehörde Norwegen auf FB)
Blogging on the road ist für mich insgesamt betrachtet etwas mühsamer als vom heimischen PC aus, obwohl jeder wohl seine ganz persönlichen Vorlieben für die ideale Arbeitsumgebung hat. Aber wenn man auf die technischen Bedingungen vorbereitet ist und sich mit Hilfsmitteln wappnet, wird es einfacher und es bleibt auch neben dem Bloggen noch genügend Zeit zum Reisen.

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Carolin Hinz & Esel

Über die Autorin: 

Ich bin Carolin, Reisebloggerin mit derzeitiger Heimatbasis in Bremen.
Auf meinem Reiseblog schreibe ich hauptsächlich über Städtereisen und kurze Alltagsfluchten.
Schaut einfach mal beim esel-unterwegs.de rein.

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About fluggast

fluggast Unsere Fluggäste im tripsta Blog sind Reise- und Techblogger sowie Reisebegeisterte, die hier als Gastautoren zum Thema "Digitales Reisen" bloggen. Wir sind jederzeit auf der Suche nach weiteren Gastautoren. Bei Interesse könnt ihr euch gerne bei Christina (blog (at) tripsta.de) melden.

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