AudioGuideMe – die App mit der Vision von den sprechenden Orten

Bei der letzten Social Media Week Hamburg habe ich die Jungs hinter AudioGuideMe kennengelernt. Sie sprachen mich an, weil ich in einem Vortrag über Location Based Services die Idee für eine App geäußert hatte. Genau solch eine App hatten sie in der Mache, standen kurz vor dem Launch. Ein halbes Jahr später möchte ich Euch die App mit der “Vision der sprechenden Orte” gerne vorstellen.

Privates Audio

© audioguideMe 2012-2013

audioguideMe ist eine geodatenbasierte Plattform, über die Audiodateien (Tondokumente, private Geschichten oder Anekdoten) aufgenommen und natürlich angehört werden können. Privatchronisten oder Hobbyhistoriker brauchen nichts außer ihrem Smartphone, um neue Tondokumente hinzuzufügen, zum Beispiel Erinnerungen an die Kindheit im Viertel, Gedanken zu historischen Stellen im Schatten der großen Sehenswürdigkeiten oder eben Reiseerlebnisse.

Professionelle Inhalte von Partnern wie z. B. Hörbuchverlagen werden ebenfalls ständig ergänzt. Je mehr Dateien verfügbar sind, desto interessanter wird es logischerweise für den Traveller. Der kann die App dann als Audioguide benutzen, wie man es aus dem Museum kennt. Bis heute konnten die Gründer bereits über 40 Kooperationspartner gewinnen, die ihr vielfältiges Angebot auf audioguideMe veröffentlichen.

Momentan finden sich etwas über 2.000 Audios auf der Plattform. Davon stammen immerhin bereits ein Drittel von den Nutzern, wurden also direkt aus der App aufgenommen. Die restlichen Inhalte stammen von Kooperationspartnern. Laut Mitgründer Paul Bekedorf ist die Tendenz steigend. Das gilt auch für die Benutzerzahlen selbst. „Wir sind noch nicht ganz fünfstellig“ verrät Paul, will aber auch das Marketing nicht zu intensiv betreiben, sondern lieber durch gezielte Maßnahmen zunächst Nutzer ansprechen, bei denen vermutet werden kann, dass sie auch Inhalte einpflegen. Vereinzelt wird die App schon als eine Art akustisches Reisetagebuch genutzt und Produzenten von Reisereportagen gehören zu den neuesten Partnern. Interessant ist die App also ganz besonders für alle Travelblogger, die bereits einen Podcast betreiben oder einen solchen planen. Die Radioreise fällt mir da spontan ein oder auch die Luftpost-Podcasts.

Interessantes Feature: Wer im Ausland ein Audio aufnimmt, muss das nicht zu hohen Roaming-Kosten machen. Die Geodaten des Aufnahmeortes werden vorher abgespeichert, das Hochladen kann also nachträglich per W-Lan erfolgen.

Gefragt, wie die Jungs das Projekt finanzieren, antwortet Paul:  „Das Projekt ist bis jetzt durch klassisches Bootstrapping finanziert, wir haben also keinen Business Angel oder Investor im Hintergrund. Unsere laufenden Ausgaben können wir zunehmend durch unsere Kooperationspartner decken.“

Was sind die nächsten Schritte und Ziele?

Auf inhaltlicher Ebene möchte audioguideMe mehr (professionelle) Projekte und Kooperationspartner auf die Plattform holen. Nach Meinung der Gründer werde die Vision der „sprechenden Orte“  erst dann richtig spannend, wenn es nicht nur zu jeder bekannten Sehenswürdigkeit etwas zu hören gibt, sondern gerade auch die kleinen Winkel und Seitenstraßen einer Stadt eine Geschichte erzählen können. Eine emotionale Verbundenheit entstünde vor allem über „charakteristische Nischen“, da in ihnen oftmals der wirkliche Geist einer Stadt leichter anzutreffen sei als in den aufpolierten Vorzeigeobjekten.

Mir persönlich würde es auch sehr, sehr gut gefallen, wenn der eine oder andere Groundhopper die App einsetzen würde!

Your phone, your audioguide

Ich teste AudioGuideMe in Dresden!

About sebastian

sebastian Mehr über Sebastian lest ihr auf der Team-Seite.” Ihr findet ihn auch bei Google+”.

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